Clenbuterol zum „Cutten“? Wirkung, richtige Dosierung und Nebenwirkugen!

Für viele Asthmatiker ist Clenbuterol ein unverzichtbares Medikament.
 

Lohnt es sich Clenbuterol bei einem „Cutting Zyklus“ zu benutzen oder ist die Wirkung zu klein und die Risiken zu hoch?

 
Das Mittel, das in Deutschland unter dem Markennamen Spiropent angeboten wird, entspannt das glatte Muskelgewebe der Atemwege.
 
Weit mehr Menschen halten Clenbuterol für ein anaboles Steroid, was aber nicht zutrifft. Dennoch ist das Medikament bei Bodybuildern sehr beliebt.

Das hat mit den Wirkstoffen von Clenbuterol zu. Es soll sowohl anabol und antikatabol als auch bei der Fettverbrennung wirken.

Letzteres ist für Personen interessant, die mit Hilfe einer Diät ihr Gewicht reduzieren wollen.

Wie wirkt Clenbuterol bei Menschen?

Clenbuterol hat in der Tat eine anabole Wirkung.

Das haben Studien mit Tieren [1] bewiesen. Allerdings lassen sich die Ergebnisse dieser Studien nicht auf den Menschen übertragen.

Die Dosierungen bei den Tieren lagen im tausendfachen Bereich im Vergleich zu den bei Menschen üblichen Dosierungen.

Außerdem kann davon ausgegangen werden, dass die Wirkung bei den Tieren auf bestimmte Mechanismen beruht. Diese automatischen Abläufe scheinen beim Menschen weniger stark ausgeprägt zu sein.

Wer also glaubt, Clenbuterol könnte beim Muskelaufbau helfen, kann sich von dem Gedanken verabschieden.

Clenbuterol hat keine antikatabole Wirkung

Die angebliche antikatabole Wirkung ist ebenfalls mehr als fraglich. Es liegen keinerlei Beweise vor, die durch Studien untermauert sind. Lediglich die Kraftsteigerung durch Spiropent wird oft beobachtet.

Der dadurch scheinbar verbesserte Muskelaufbau [2] sieht durch die Einwirkung von Clenbuterol kraftvoller aus.

Allerdings zeigt sich dieser Effekt nach übereinstimmenden Berichten von Anwendern nur bei der ersten Einnahme des Medikaments.

Bei späteren Einnahmen ist die Kontrahierung nur noch schwach oder gar nicht mehr zu erkennen.

 

Clenbuterol unterstützt die Fettverbrennung während der Diät

Während also Clenbuterol für den schnellen Muskelaufbau nicht zu gebrauchen ist, zeigt das Medikament bei der Förderung der Fettverbrennung durchaus seine Wirkung.

Das ist für alle, die sich eine Diät auferlegen, eine gute Nachricht. Clenbuterol hat mit Ephedrin gemeinsam, dass es sich um Betarezeptoren handelt.

Ephedrin regt gleichermaßen die drei Beta-Rezeptortypen unseres Körpers an.

Im Gegensatz dazu wirkt Spiropent lediglich bei den Beta-2 Rezeptoren. In der Theorie müsste dieser Umstand bedeuten, dass durch Clenbuterol Herz und Kreislauf weniger belastet werden als durch Ephedrin.

Anwender sprechen aber bei der Einnahme von Clenbuterol von Nebenwirkungen wie beschleunigter Puls und leichte Herzrhythmusstörungen.

Wie funktioniert die Fettverbrennung mit Clenbuterol?

Clenbuterol hat unbestritten eine fettverbrennende Wirkung. Der Effekt entsteht durch eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur.

Mitochondrien produzieren in der Hauptsache Energie. Die Einnahme von Clenbuterol verstärkt die Produktion.

Dadurch wird der Verbrauch der Kalorien im Ruhezustand erhöht. Gleichzeitig unterdrückt Clenbuterol das Hungergefühl.

Die besten Ergebnisse in den ersten zwei Wochen

Die fettverbrennende Wirkung des Medikaments ist in den ersten beiden Wochen der Anwendung besonders effektiv.

Danach ist der Erfolg nur noch gering. Die Sensibilität der Beta-2 Rezeptoren und damit die fettverbrennende Wirkung nehmen ab.

Bodybuilder habe verschiedene Möglichkeiten entwickelt, um Clenbuterol längerfristig verwenden zu können. Eine Möglichkeit besteht in der On-Off-Strategie.

Die Anwender setzen nach den ersten beiden Wochen zwei Tage aus.

Die Beta-2 Rezeptoren können sich in dieser Zeit regenerieren. Besonders vielversprechend ist diese Methode allerdings nicht. Eine andere Form der Anwendung besteht darin, begleitend Ketotifen einzunehmen.

Das Mittel steigert die Empfindsamkeit der Rezeptoren. Eine vergleichbare Wirkung hat das Schilddrüsenhormon Liothyronin, das ebenfalls fettverbrennend wirkt.

Clenbuterol mit einer langen Halbwertzeit

Clenbuterol hat eine relativ lange Halbwertzeit von etwa 35 Stunden. Daher ist es sinnvoll, nach den beiden ersten Wochen ein bis zwei Wochen auf das Medikament zu verzichten.

Nicht wenige Bodybuilder überbrücken diese Zeit mit der Einnahme von Ephedrin. Auch in dem Fall ist nicht mit dem erwünschten Effekt zu rechnen.

Ephedrin regt sowohl die Beta-1 und die Beta-3 Rezeptoren als auch die Beta-2 Rezeptoren an. Eine Regeneration der Rezeptoren ist daher unmöglich.

Die bessere Alternative sind Fettverbrenner, die nicht auf die Beta Rezeptoren einwirken. Dazu zählt zum Beispiel Yohimbin.

Dosierung und Nebenwirkungen von Clenbuterol

Die in der Praxis übliche Dosierung von Clenbuterol liegt bei 20 bis 160 mcg. Die meisten Anwender beginnen bei einer geringeren Dosis. Erst im Laufe der Anwendung wird die Dosis erhöht.

Wie bereits erwähnt hat Clenbuterol eine relativ lange Halbwertzeit. Deshalb ist es sinnvoll, die Tagesdosis auf zwei Einnahmen zu verteilen. Bei einer geringen Tagesdosis wird Clenbuterol in der Regel morgens eingenommen.

Wie alle Medikamente ist auch Clenbuterol nicht frei von Nebenwirkungen. Dazu zählen Schlaflosigkeit und das Zittern der Hände.

Außerdem könne Probleme im Bereich Herz-Kreislauf auftreten. Bekannt ist auch eine verstärkte Neigung zu Krämpfen.

Anwender berichten, dass viele dieser Nebenwirkungen während der Zeit der Einnahme geringer werden.

Gegen die Krämpfe sind Magnesiumpräparate ein probates Mittel. Auch eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit ist bei erhöhter Krampfneigung hilfreich.

Die genannten Nebenwirkungen sind mehr als unangenehm. Allerdings hat Clenbuterol eine weitere Nebenwirkung, die sehr ernst zu nehmen ist.

Das Medikament kann zu Nekrose führen. [3] Damit ist der Tod der Zellen in unmittelbarer Nähe des Herzmuskels gemeint. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass Clenbuterol bei der Fettverbrennung die Insulinempfindlichkeit negativ beeinflusst.

Diese Gefahren sind keineswegs zu unterschätzen und vor der Anwendung von Clenbuterol zu bedenken. Eine alternative zur Clenbuterol bietet Clenbutrol von CrazyBulk – lese meinen Bericht über Clenbutrol hier

 

Quelle: http://anabolika-info.com/clenbuterol-spiropent/

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25909379

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18374884

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23844963

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.